Anlässlich der Veröffentlichung des Aufsatzes „Die ‚Eiserne Hand‘ des Götz von Berlichingen im CT“ am gestrigen Donnerstag, den 23.4.2026, findet heute in Handschuhsheim ein gleichnamiger, von Dr. Richard Leiner organisierter Vortrag statt. Wir freuen uns auf regen Besuch!
(c) Andreas Langen / die arge lola
Sokiranski, Roman/Eidsness, Allyn/Schultes, Kilian: Die „Eiserne Hand“ des Götz von Berlichingen im CT. Erstmalige mehrdimensionale Computertomographie der „Eisernen Hand“ des Götz von Berlichingen (um 1530) zur Funktionsanalyse und holographischen Visualisierung, Heidelberg 2026, online: https://nbn-resolving.org/urn:nbn:de:bsz:16-artdok-100417 [24.04.2026].
Vielen Dank an das Team der UB Heidelberg!
Abstract: Die erstmalige mehrdimensionale Computertomographie der „Eisernen Hand“ des Götz von Berlichingen (um 1530) durch den Radiologen Priv.-Doz. Dr. med. Roman Sokiranski und den Uhrmachermeister und Restaurator Allyn Eidsness erfolgte im Rahmen des interdisziplinären Projekts „500 Jahre Bauernkrieg und Götz von Berlichingen“. Die Machbarkeitsstudie zur digitalen Erfassung der vielleicht bekanntesten Prothese Deutschlands nutzte ein hochauflösendes medizinisches CT in Heidelberg. Sie verfolgte mehrere Ziele und Produkte jenseits der Dokumentation der zerstörungsfreien Methode im Rahmen des Kulturgüterschutzes: Eine dreidimensionale, digitale Darstellung der Prothese von außen und innen; das Erstellen eines digitalen Datensatzes; eine Funktionsbeschreibung und Beurteilung des Objektzustandes aus restauratorisch-konservatorischer Sicht unter Einbeziehung der Ergebnisse aus dem CT und die Produktion eines Videos zur Erklärung der Funktionen der passiven Prothese.
auf einer Wiese auf dem anderen Jagstufer gegenüber der Götzenburg das moderne Pendant eines der Museumsstücke im dortigen Museum in Aktion zu erleben sein. Geschossen wird mit der Replik einer Hakenbüchse aus Bronze aus dem Jahr 1564. Das Original wird auch zu sehen sein. Planung, Einführung und Durchführung mit Dr. Heiko P. Wacker. Zuschauer sind herzlich willkommen!
Weitere Details bitte dem entsprechenden Artikel im Mitteilungsblatt Jagsthausen vom 9.4.2026 entnehmen (ca. 1,6 MByte).
Der HGIS Club trauert um unseren Kollegen und Freund Prof. Dr. Fletcher Ranney DuBois, der am 17.2.2026 von uns gegangen ist.
Wir erinnern uns an die schönen Geschichte|Medien-Lehrveranstaltungen – „R.M.S. Titanic“ bis „Vietnam“ im Film – und die Spontan-Lieder wie auch die sich anschließenden Diskussionen in „Yufkas“ am Heidelberger Marktplatz.
Aktualisierung vom 11.3.2026: Die Beisetzung von Prof. Dr. Fletcher Ranney DuBois findet am 8. Mai 2026 um 11 Uhr auf dem Heidelberger Bergfriedhof statt.
Recherchen und Einführung zu „Ich war eine männliche Kriegsbraut“ [„I Was a Male War Bride“] (USA 1949) durch Majka Bressa, Mil Gaspar, Emma Hartlieb, Maximilian Hege, Paula Langner, Markus Baier zusammen mit Ferhat Neptun (Medienforum Karlstorkino), Dr. Heiko Wacker, Dr. Michael Braun (Stadtarchiv Heidelberg), Dirk Eller & Dr. Kilian Schultes im Rahmen des Projekts „Film in Heidelberg: Kinos und Drehorte“ des HGIS Clubs im Wintersemester 2025/26. „You can’t sleep here …“: Der Film „IWas a Male War Bride“ wurde teils in Heidelberg und Umgebung gedreht. Die Crew wohnte während des Drehs ab September 1948 vor Ort.
Jüngst erschienen: Doll, Sara/Strobel, Karen/Deutsch, Andreas: „Wohlgerichtet“. Vom Schafott in die Anatomie Heidelberg, mit einem Vorwort von Michael Tsokos, Arnstadt 2025 [zum Verlag].
Sara Doll, Anatomie Heidelberg, Karen Strobel, MARCHIVUM/Mannheim, und Andreas Deutsch, Juristische Fakultät, schlagen auf der Suche nach den Schicksalen hinter den „Objekten“ in der Heidelberger Sammlung einen faszinierenden Bogen über die Geschichte der rechtlichen Grundlagen der unfreiwilligen „Körperspenden“ der Hingerichteten und der Rolle der Scharfrichter hin makroskopischen Präparaten und histologischen Schnitten.
Die Kommiliton:innen in der Übung „Dry Bones“ im vergangenen Wintersemester am Historischen Seminar (Doll/Schultes) hatten das Privileg, dem Buch im Dialog mit Sara Doll quasi beim Entstehen zuzuschauen. Hinrichtungen waren vielfach öffentliche Ereignisse.
Die räumliche Rekonstruktion der Laufwege liefert Hinweise zum Charakter der und zur Intention hinter der Inszenierung, wie z.B. bei der Enthauptung des Mörders Sebastian Zink am 6.7.1838 in Rastatt, dem das „Offenburger Wochenblatt“ in seiner Beilage vom 13.7.1838 zuschrieb, dass er „bis zum letzten Augenblick eine Verstocktheit, eine Frechheit und eine fast thierische Roheit“ zeigen würde [Digitalisat über Deutsches Zeitungsportal/Badische Landesbibliothek].
Das Elisabethentor wurde 1615 als romantisches Geschenk von Kurfürst Friedrich V. an seine Ehefrau Elisabeth Stuart erbaut. Es handelt sich um ein reich verziertes Sandsteinportal im Stil des Frühbarock und dient als Eingang zum sogenannten Stückgarten, dem ehemaligen privaten Garten Elisabeths.
Dr. Heiko P. Wacker und Bettina Müller zu Gast beim Podcast „Sagenhafter Odenwald“ der Rhein-Neckar-Zeitung:
Das Elisabethentor auf dem Heidelberger Schloss, August 2025
Workshop „Durch die Linse“ zu Fotografie als Quelle und in der Wissenschaftskommunikation im Foyer International d’Etudes Françaises, kurz: FIEF, in der Drôme Provençale vom 28. Juni bis zum 4. Juli 2025.
Für diejenigen Teilnehmer:innen aus dem Kreis des HGIS Clubs, die bereits am Götz-von-Berlichingen-Projekt mitgearbeitet haben, ging es von der Götzenburg in Jagsthausen ins mittelalterliche Dorf Châteauneuf de Mazenc (IGN géoportail). Ein großes Privileg: Eine ganze Woche mit zwei Fotografen in wunderschöner Landschaft (Lavendel!) das Machen von Fotos von den Grundlagen mit der Lochkamera bis hin zu Portraits, Objekten und Landschaft mit modernen Kameras. Fotografische Quellen können zum einen nun mit einem ganz anderen technischen Verständnis analysiert und zum anderen die Qualität und Professionalität in der visuellen Wissenschaftskommunikation solider beurteilt, sowie natürlich eigene Fotos auf hohem Niveau produziert werden.
Herzlichen Dank für an Charles und Yannick für die unvergessliche Zeit und die vielen neuen Erkenntnisse in Sache Fotografie damals und heute! In Zukunft werden wir bei jedem Klick auf den Auslöser an Euch denken.
Gleichermaßen großen Dank an das FIEF, das uns wieder Heimat und Inspiration war: Maria, Judith und das ganze Team. Besonderen Dank an Marion – wir werden wiederkommen und wollen unbedingt das Foto-/Rezeptbuch zur Geschichte und Praxis der Küche der Drôme machen 🙂
Die Ergebnisse des Workshops finden sich auf fief.hgis.club. Sie werden nach und nach ab dem 7. Juli 2025 hochgeladen werden. Die neuen Touren auf Komoot über die Sammlung „FIEF“ veröffentlicht.
Sonntag, 11. Mai 2025, war dem Aufbau der Ausstellung „Dass wir frey seyen vnd woellen sein.“ Lebenswelten im ausgehenden Mittelalter gewidmet. Die Alu-Stellwände für die Plakate waren am Freitag angekommen, die Plakate selbst konnten wir beim Poster-Druck-Service des URZ last minute produzieren und die Möbel für die Multimedia-Stationen wurden am Sonntag zusammengeschraubt. Der Marstall der Götzenburg ist nun bestückt. Das Bugfixing des Spiels wie auch des interaktiven Epitaph-Features und des Videos mit den Erklärungen zur „Eisernen Hand“ lief bis zum „Soft Launch“ (schönes neues Wort gelernt) der Ausstellung um 17 Uhr (und wird uns sicherlich noch einige Zeit in Trab halten).
Am 22. Mai 2025 wird die Ausstellung dann einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt werden. Bis dahin gibt es noch einiges zu tun: Die Multimediastationen müssen ins Netz für Remote-Updates. Vor allem muss der zweite Teil der Ausstellung im Raum über dem „Verlies“ zur „Eisernen Hand“ des Götz von Berlichingen mit dem Hologramm aus dem CT, dem „Spiegel-Therapie“-Tisch und den drei Rollups zu den Lebenserinnerungen des Ritters und zu Amputation/Heilen in der Frühen Neuzeit aufgebaut werden!
Gruppenbild vom 11. Mai 2025 Es fehlen (mindestens) auf dem Foto aus dem Projekt: Dr. Sara Doll, PD Dr. Roman Sokiranski, Steffen Bauer, Ferhat Neptun, Theodor Werner, Tom Scheffel, Vera Penell, Jennifer Phuong.
Unser Kollege Prof. Dr. Frank Engehausen hat an einem neuen Portal mitgewirkt, das aktuell 33 Vorkämpferinnen und Vordenkerinnen aus dem Umfeld der Revolution von 1848/49 mit ihren Biographien und Schriften vorstellt. Es sind weitere Portraits geplant: https://demokratisches-deutschland.de